Batterie Sella Predil
Die Batterie von Sella Predil wurde vom österreichisch-ungarischen Genie am Ende des 19. Jahrhunderts, zwischen 1895 und 1897, geplant und erbaut.
Ihre Lage in der Nähe der Sella Predil ermöglichte die Kontrolle über die Straße, die den Bereich des Raibler Sees mit Plezzo und dem oberen Isonzotal verband. Ende Mai 1915 wurden die Waffen der Batterie von Sella Predil jedoch in eine neue Batterie verlegt, die im Inneren des Berges errichtet worden war.
Im Unterschied zu den anderen Festungen der Gegend, die wiederholt von italienischen Bombardierungen getroffen wurden, ist die Batterie von Sella Predil noch in gutem Zustand und teilweise zugänglich. Vom Eingangshof gelangt man in den ersten Bereich, der aus einem Überwachungsraum, der Offizierskasematte, der Küche, einem Wachraum und einer Krankenstation besteht. Gegenüber sind gepanzerte Kasematten sowie zwei Bauwerke sichtbar, die als Munitionslager genutzt wurden.
Ein weiteres Magazin für Lebensmittel und Munition befand sich in den unterirdischen Räumen, zusammen mit der Wasserzisterne, der Filteranlage und der Senkgrube. Im oberen Bereich sind dagegen die Beobachtungsstände zu sehen, die während des Baus des Alpenwall ("Vallo Alpino del Littorio") hinzugefügt wurden. Die Batterie war mit drei 120-mm-Kanonen mit einer Reichweite von 7 Kilometern und zwei 8-mm-Maschinengewehren bewaffnet. Außerdem waren 25 Gewehrlafetten vorhanden, also Vorrichtungen, die es ermöglichten, eine Schusswaffe zu stützen und zu bewegen.
Anfahrt
Nehmen Sie auf der Autobahn A23 die Ausfahrt Tarvisio und folgen Sie zunächst der Beschilderung zum Ortszentrum und anschließend nach Cave del Predil entlang der Staatsstraße SS54. Nachdem Sie die kleine Ortschaft Cave passiert haben, fahren Sie auf der Provinzstraße SP76 weiter bis zum See. An der Kreuzung biegen Sie links in Richtung Slowenien ab und fahren etwa zweieinhalb Kilometer weiter, nicht weit von der slowenischen Grenze entfernt.