Denkmal für die Gefallenen von Triest

Triest und Triestiner Karst Denkmäler und historische Gebäude

Am Ende des Parco della Rimembranza, kurz vor dem Platz auf dem Gipfel des Hügels von San Giusto, erhebt sich das Denkmal zu Ehren der im Ersten Weltkrieg Gefallenen.

Das Werk wurde vom Triestiner Bildhauer Attilio Selva entworfen und ruht auf einem Sockel aus weißem istrischen Stein, der von Enrico del Debbio gestaltet wurde, dem berühmten Architekten des damaligen Foro Mussolini – heute Foro Italico – und des Palazzo della Farnesina. Es wurde 1935 in Anwesenheit von König Viktor Emanuel III. und mehrerer faschistischer Würdenträger eingeweiht.

Die über fünf Meter hohe Bronzegruppe zeigt Männer in einer dramatischen Kriegsszene: Drei von ihnen stützen einen verwundeten Kameraden, während ein fünfter sie mit seinem Schild schützt. Auf dem Sockel ist die Widmung eingraviert: „Triest / den Gefallenen / im Befreiungskrieg / MCMXV – MCMXVIII“. In diesem Fall bezeichnet „Befreiungskrieg“ nicht den Widerstand im Zweiten Weltkrieg, sondern die Vorstellung eines italienischen Triest, das von Österreich-Ungarn befreit wurde – ein Gedanke, der dem faschistischen patriotischen Nationalismus besonders nahestand.