Festung des Monte Festa
Die Festung Monte Festa, die zwischen 1909 und 1914 im Rahmen der Festung „Alto Tagliamento-Fella“ errichtet wurde, liegt auf 1065 Metern über dem Meeresspiegel und ist damit die höchstgelegene italienische Festung aus dem frühen 20. Jahrhundert in Friaul-Julisch Venetien.
Sie war zugleich die stärkste, dank ihrer zwei festen Batterien mittleren Kalibers und ihrer wichtigen Höhenlage, die ihr eine verheerende Feuerwirkung auf den Verkehrsknotenpunkt Carnia, die Mulde von Tolmezzo und weitere mögliche Ziele in den Tälern des Tagliamento und des Fella ermöglichte. Um sie zu erreichen, wurde von Bordano aus ein zehn Kilometer langer militärischer Saumpfad angelegt, der nach dem Ersten Weltkrieg, um 1940, in eine Fahrstraße umgewandelt wurde.
Die Festung Monte Festa wurde nie entwaffnet und konnte im November 1917 den österreichisch-deutschen Vormarsch tatsächlich behindern. Die Besatzung bestand aus weniger als 200 Mann unter dem Kommando von Hauptmann Riccardo Winderling. Es gelang ihnen, die feindliche Armee fast eine Woche lang aufzuhalten, bis ein Teil der Garnison – ohne Munition und mittlerweile vollständig eingeschlossen – den Versuch unternahm zu fliehen, um wieder zu den inzwischen weit entfernten Linien der italienischen Armee zu gelangen.
Die Festung Monte Festa ist einer der eindrucksvollsten mit dem Ersten Weltkrieg verbundenen Orte in Friaul-Julisch Venetien. Der CAI-Weg 838 und die originale Militärstraße führen zum Sattel auf 980 Metern Höhe, wo die ersten Überreste des Komplexes sichtbar werden: die Ruinen der Unterkünfte für Mannschaften und Offiziere, der Stallungen und weiterer Funktionsgebäude. Hat man diese hinter sich gelassen, setzt sich die Straße bis zum Gipfel fort, wo sich die eigentliche Festung befindet. Sofort erkennt man zwei Höhlen, die als Lastenaufzüge und Munitionsdepots dienten, und weiter oben die Stellungen der äußeren Batterie für vier 149-mm-Gusseisenkanonen (rechts) sowie die Panzerbatterie (links). Deren Überdeckung wurde teilweise durch Eingriffe aus der Zeit des Kalten Krieges verändert. Zwischen den beiden Batterien sind noch die Reste der Seilbahn sichtbar, die den Monte Festa mit Amaro verband, das etwa vier Kilometer Luftlinie entfernt liegt.
Anfahrt
Von Udine und Tarvisio aus: Nehmen Sie auf der Autobahn A23 die Ausfahrt Gemona/Osoppo und folgen Sie der Beschilderung nach Gemona del Friuli/Tarvisio. Fahren Sie auf der Staatsstraße SS13 bis zur zweiten Ampel weiter und biegen Sie dann links in die Via Cavazzo (Regionalstraße SR512 „Lago di Cavazzo“) in Richtung Bordano/Trasaghis ab. Überqueren Sie die Brücke von Braulins über den Fluss Tagliamento und biegen Sie rechts auf die Provinzstraße SP36 in Richtung Bordano ab. Nachdem Sie den Ort durchquert haben, biegen Sie an der Kreuzung zur Festung Monte Festa / Monte San Simeone rechts ab und fahren weiter bis zur Abzweigung zur Festung Monte Festa beim Parkplatz (Beginn des Schmetterlingswegs).
Von Tolmezzo aus: Biegen Sie von der Staatsstraße SS52 „Carnica“ rechts auf die Regionalstraße SR512 „Lago di Cavazzo“ in Richtung Cavazzo/Lago dei Tre Comuni ab und fahren Sie weiter bis zur Kreuzung mit der Provinzstraße SP36 in Richtung Interneppo. Nachdem Sie den Ort durchquert haben, biegen Sie an der Kreuzung zur Festung Monte Festa / Monte San Simeone links ab und fahren weiter bis zur Abzweigung zur Festung Monte Festa beim Parkplatz (Beginn des Schmetterlingswegs).