Foiba von Basovizza

Triest und Triestiner Karst Denkmäler und historische Gebäude

Foibe sind natürliche Karstschächte, deren Tiefe mehr als hundert Meter erreichen kann. Traurige Bekanntheit erlangten sie, weil sie von der jugoslawischen Armee als Massengräber für die Opfer von Standrechtlichen Erschießungen genutzt wurden, die ab 1943 in der Region Istrien stattfanden.

Bei der Anlage von Basovizza handelt es sich jedoch nicht um eine eigentliche Foiba, sondern um einen tiefen künstlich angelegten Bergbauschacht, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts gegraben und später wegen seiner geringen Ergiebigkeit aufgegeben wurde. Bereits während des Ersten Weltkriegs wurde er als Ablagerungsstätte für Schutt und Kriegsreste genutzt. Im Mai 1945, während der Besetzung von Triest, verwendete ihn die jugoslawische Armee ebenfalls als Massengrab.

Im Jahr 1992 wurde der Schacht des Bergwerks von Basovizza zum Nationaldenkmal erklärt. Seit 2006 wurde das Gelände durch verschiedene denkmalgestalterische Maßnahmen aufgewertet. Die Platte, die die Foiba ursprünglich abdeckte, wurde mit einer Metallverkleidung versehen, auf der eine von einem Kreuz gekrönte Konstruktion errichtet wurde. Dieses monumentale Werk von Livio Schiozzi erinnert an das Gerät, das traditionell zur Erforschung von Foiben verwendet wurde.

In die Mauer, die den Gedenkbereich umschließt, ist die Inschrift eingraviert: „Ehre und christliches Mitgefühl denjenigen, die hier gefallen sind. Möge ihr Opfer die Menschen an die Wege der Gerechtigkeit und der Liebe erinnern, auf denen wahrer Frieden gedeiht.“ Zum Gelände gehören außerdem mehrere Gedenksteine, die von verschiedenen Militärverbänden zum Gedenken an ihre Gefallenen errichtet wurden, sowie ein Dokumentationszentrum, in dem die Geschichte dieses Ortes vertieft werden kann.