Österreichisch-ungarische Gräber im Friedhof von Pontafel
Die Gemeinde Pontebba, im Herzen der Julischen Alpen, ist heute eines der bedeutendsten Zentren dieser Bergregion.
Auch ihre Geschichte ist besonders: Der Rio Pontebbana, der den Ort in zwei Teile teilt, bildete bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs die Grenze zwischen dem österreichisch-ungarischen Reich und dem Königreich Italien. Es gab daher zwei getrennte Orte, nämlich Pontebba – unter der Verwaltung der Savoyer – und Pontafel – unter habsburgischer Herrschaft –, die erst nach der Unterzeichnung der Friedensverträge und der Verlegung der Grenze hinter die Stadt Tarvisio vereinigt wurden.
Auf dem Friedhof Sant’Antonio lassen sich einige Gräber österreichisch-ungarischer Soldaten entdecken, die während der Kämpfe und Gefechte in diesem Gebiet gefallen sind, insbesondere im Sommer 1915. Die sterblichen Überreste wurden von kleinen Friedhöfen in den umliegenden Bergen hierher überführt. Erkennbar sind sie an 21 Betontafeln mit Metallplaketten, die ebenerdig entlang der östlichen Friedhofsmauer aufgereiht sind. Einige von ihnen erinnern an Soldaten, deren Identität unbekannt geblieben ist.
Informationen
Via Sant'Antonio
I-33016 Pontebba