Österreichisch-ungarischer Friedhof von Fogliano

Görz, Isonzo-Karst und Collio Beinäuser, Gedenkstätten und Friedhöfe

Nur einen Kilometer vom Sakrarium von Redipuglia entfernt liegt der österreichisch-ungarische Soldatenfriedhof von Fogliano Redipuglia, auf dem die sterblichen Überreste von 14.550 Soldaten ruhen, die an der Isonzofront gefallen sind. Der Friedhof ist leicht zu erreichen, wenn man der Staatsstraße SS305 in Richtung Fogliano folgt; er befindet sich unmittelbar hinter dem Gemeindefriedhof.

Außerhalb erinnern zwei Inschriften – eine auf Italienisch, die andere auf Deutsch – daran, dass die Anlage 1974 von der steirischen Landesregierung gemeinsam mit Freiwilligen der Steirischen Jugendfeuerwehr wiederhergestellt und 1989 vom Österreichischen Schwarzen Kreuz neu gestaltet wurde. Über dem Eingangsportal ist deutlich die Inschrift „Im Leben und im Tode vereint“ zu lesen.

Im Inneren führt eine lange, von Zypressen gesäumte Allee zu dem großen Gemeinschaftsgrab, in dem 7.000 unbekannte Soldaten beigesetzt sind. Darüber würdigt eine weitere zweisprachige Tafel jene Männer, die aus Liebe zum Vaterland gefallen sind. Der übrige Teil des Friedhofs wird von den Gräbern der 2.550 identifizierten Soldaten geprägt, die durch kleine Betonsteine gekennzeichnet sind. Entlang der Umfassungsmauer, nahe dem Ausgang, befinden sich schließlich zwei weitere Gemeinschaftsgräber mit den sterblichen Überresten von 5.000 nicht identifizierten Soldaten.