Österreichisch-ungarischer Friedhof von Prosecco
Nicht weit vom Zentrum Triests entfernt liegt der Friedhof von Prosecco, heute einer der bedeutendsten österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhöfe Italiens.
Ein großes Gemeinschaftsgrab links vom Eingang birgt die sterblichen Überreste von Gefallenen, die ursprünglich in den umliegenden Gebieten bestattet worden waren. Weitere Gräber enthalten Tote, die von den Friedhöfen von Doberdò und Piedimonte del Calvario hierher überführt wurden. Insgesamt ruhen hier 5.050 Gefallene des Ersten Weltkriegs. Die auf den Tafeln der Kreuze noch lesbaren Namen spiegeln die ethnische Vielfalt der Donaumonarchie wider: Familiennamen deutscher, slawischer, ungarischer, polnischer und italienischer Herkunft stehen nebeneinander.
In der Mitte der Allee, die man nach dem Hinabsteigen der Treppe erreicht, steht ein Steinkreuz mit einer heute nicht mehr lesbaren Inschrift. Sie war Antonio Bernardis gewidmet, einem 49-jährigen Triestiner, der am 30. September 1917 durch einen Unfall ums Leben kam. Bernardis war ein Infanterist, der den Transporttruppen zugeteilt worden war – einer der vielen Gefallenen aus dem ehemaligen Österreichischen Küstenland. Links der Treppe, hinter dem Gemeinschaftsgrab, sind einige der ursprünglichen Grabsteine erhalten geblieben.
Wie auch beim Friedhof von Aurisina liegt die Verantwortung für die Anlage heute bei der Dienststelle des Österreichischen Schwarzen Kreuzes in Graz, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Amt Onorcaduti zum Schutz des militärischen Gedenkens und Kulturerbes.
Informationen
Entlang der Provinzstraße SP1, Ortsteil Prosecco.
I-34121 Trieste
Er befindet sich am Grund einer Karstdoline und ist vom Zentrum von Prosecco aus leicht zu Fuß erreichbar, indem man der Provinzstraße SP1 etwa 500 Meter in Richtung Campo Sacro folgt.