Städtisches Museum des Krieges für den Frieden "Diego de Henriquez"

Triest und Triestiner Karst Museen und Ausstellungen

Das Museum des Krieges für den Frieden „Diego de Henriquez“ will nicht einfach nur ein Kriegsmuseum sein, sondern vielmehr ein „Museum der Gesellschaft des 20. Jahrhunderts im Konflikt mit ihren eigenen Dämonen und ihren eigenen Schrecken“, das den langen und mühevollen Weg zum Frieden aufzeigen soll – einem notwendigen und, so hofft man, dauerhaften Frieden.

Das Museum entstand aus der Sammlung des Triestiner Gelehrten, nach dem es benannt ist. Es verfügt über rund 15.000 inventarisierte Stücke und ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern derzeit, die Ereignisse des Ersten Weltkriegs eingehend kennenzulernen. Die Ausstellungsräume wurden in den Gebäuden der ehemaligen Kaserne „Duca delle Puglie“ eingerichtet, deren Größe es erlaubt, neben Objekten und Dokumenten aller Art auch eine umfangreiche Auswahl an Militärfahrzeugen und schweren Geschützen zu zeigen. Außerdem gibt es Räume zur Einsicht in Bücher und Dokumente sowie einen großen Saal im ersten Stock für Veranstaltungen und Wechselausstellungen.

Der Rundgang beginnt im Erdgeschoss von Hangar 3, wo sich die ständige Vertiefungsausstellung „1914-1918 DIE BEERDIGUNG DES FRIEDENS“ befindet, die ganz dem Ersten Weltkrieg gewidmet ist. Sie eröffnet mit der restaurierten Aufbahrungskutsche, die aus derselben Zeit stammt und in Größe und Stil jener ähnelt, die am 28. Juni 1914 die Leiche von Sophie Chotek durch die Straßen von Triest transportierte. Sie war zusammen mit ihrem Ehemann Franz Ferdinand, dem Thronfolger Österreich-Ungarns, in Sarajevo getötet worden.

Es folgt eine reiche Ausstellung zeitgenössischer Funde mit erläuternden Texten, Infografiken und Videos, die die Besucherinnen und Besucher auf dem Weg begleiten.Das Obergeschoss ist der Geschichte Triests während des Ersten Weltkriegs und dem Zeitraum zwischen 1918 und der Rückkehr der Stadt zu Italien im Jahr 1954 gewidmet; dabei werden auch einige Ereignisse des Zweiten Weltkriegs berührt. Hier kann man außerdem die Geschichte des Triestiner Sammlers Diego de Henriquez entdecken, die eng mit der seiner Heimatstadt verflochten ist. Auf derselben Etage befindet sich der Saal für thematische Veranstaltungen und temporäre Ausstellungen, die dazu beitragen, die Ausstellung lebendig und im ständigen Wandel zu halten.