Hausmuseum von Osiride Brovedani

Triest und Triestiner Karst Museen und Ausstellungen

Osiride Brovedani, in seiner Heimatstadt als „Herr Fissan“ bekannt, war ein Unternehmer und Philanthrop, dessen Lebensgeschichte eng mit der Geschichte des Triest des 20. Jahrhunderts verbunden ist: eine Geschichte von Unternehmergeist und Erfolg, aber auch geprägt von der tragischen Erfahrung der Deportation.

Das Museum Casa di Osiride Brovedani ist ein Ort, an dem Dokumente, Fotografien, persönliche Gegenstände und multimediale Installationen das Porträt dieser vielseitigen Persönlichkeit zeichnen. Die Ausstellung veranschaulicht die wichtigsten Stationen seines Lebens: seine Kindheit, seine journalistische Tätigkeit, seinen unternehmerischen Werdegang im Zusammenhang mit Fissan, seine Leidenschaft für Fotografie und Bergsteigen sowie die Gründung der Stiftung gemäß dem testamentarischen Willen seiner Frau Fernanda Brovedani.

Ein bedeutender Teil der Ausstellung ist der Erfahrung der Deportation gewidmet: Nach seiner Verhaftung wurde Brovedani zunächst im Coroneo-Gefängnis inhaftiert und anschließend in die Konzentrationslager Buchenwald, Dora und schließlich Bergen-Belsen deportiert. Originalfotografien, aus dem Konzentrationslager verschickte Briefe, das während der Haft geführte Tagebuch sowie die Häftlingsjacke sind wertvolle Zeugnisse, die zur Reflexion und zum Erinnern anregen.